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VDC erstellt Whitepaper zum Thema „ Haptische Technologien “

Das Virtual Dimension Center (VDC) Fellbach hat den Stand der Technik sowie die Marktsituation und Anwendungsgebiete haptischer Technologien erarbeitet und in einem Whitepaper zusammengestellt.

Die Haptik ist die Lehre der Haut- und Haltungssinne. Haptik-Systeme in der Virtual Reality (VR) verfolgen das Ziel, den Menschen auch haptisch in die VR zu integrieren, um möglichst multi-modal zu sein. Somit sollen viele Sinneskanäle angesprochen werden, um das Erleben so realistisch wie möglich werden zu lassen. Zu den Aufgaben haptischer Technologien in der virtuellen Realität gehören zum einen die Ausgabe der Kräfte aus der virtuellen Welt (haptisches Rendering) und zum anderen die Annahme und Übertragung von Benutzereingaben durch die taktilen oder kinästhetischen Eingabegeräte. Demzufolge tauscht die haptische Modalität Informationen und Energie in zwei Richtungen aus - vom Benutzer und auf den Benutzer. Dazu sind verschiedene technische Komponenten erforderlich: das Tracking, die Verarbeitung der Tracking-Daten, die Kollisionsantwort und die haptische Ausgabe.

Das erstellte Whitepaper gibt einen Überblick zu Haptik-Systemen, Anwendungsmöglichkeiten und der derzeitigen Marktsituation

Im Rahmen des VDC-Whitepapers werden verschiedene Haptik-Konzepte und deren Anwendungsreifegrade beschrieben. Es werden sowohl Ein- als auch Ausgabesysteme betrachtet. Gegliedert werden diese anhand der Basis, welche die auftretenden Kräfte und Momente aufnehmen kann. Haptik-Systeme finden in verschiedensten Bereichen Anwendung. Dazu gehören beispielsweise die Mensch-Computer-Interaktion, Virtual Prototyping und das Training haptischer Fertigkeiten. Der Markt für haptische Endgeräte zum Einsatz in Virtual-Reality-Umgebungen ist seit wenigen Jahren geprägt von einem starkem Wettbewerb und einer hohen Entwicklungsdynamik. Wie im gesamten VR/ AR-Umfeld sind zurzeit verstärkte Gründungsaktivitäten zu sehen. Ein am Markt erfolgreiches Produkt muss sich in dem Spannungsfeld zwischen gesteigerter Immersion und User Experience, erzielbarer belastbarer Aussage und Aufwand der Nutzung behaupten.

Das VDC-Whitepaper wurde gemeinsam mit dem schwedischen Partnernetzwerk Visual Sweden im Rahmen des vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Projekts „Baltic Virtual“ erstellt. Das Projekt, welches dem Programm BSR Innovation Express zugeordnet wird, soll die Kooperation und den Austausch mit dem BSR-Raum, im Bereich des Virtual Engineering etablieren und somit die Internationalisierung von KMUs fördern. Neben gemeinsamen Markt- und Technologieerkundungsreisen und Deutsch-Schwedischen Matchmaking-Aktivitäten findet ein fachlicher Austausch u.a. in Form von Kooperationsstudien zu gemeinsamen Kompetenzfeldern statt.

Quelle: VDC Fellbach