ClusterAgentur bei internationalen Projekten

Mit Beginn der neuen EU-Förderperiode 2014 - 2020 stellen sich auch die Programme zur europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) - besser bekannt als INTERREG - neu auf. INTERREG ist wie alle übrigen EU-Programme eingebunden in die Aufgaben und Ziele der EU-Strategie 2020 für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum in Europa.

AlpLinkBioEco

„AlpLinkBioEco“ ist ein internationales Projekt aus dem „INTERREG - Alpine Space“ Programm der Europäischen Union. Das Projekt forciert die Ausweitung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Alpenraumes auf dem Gebiet der Bioökonomie. Konkret soll die Kreislaufwirtschaft in der biobasierten Industrie durch die Verknüpfung von Wertschöpfungsketten über Regionen hinweg gefördert werden. Beteiligt sind insgesamt 14 Partner aus 8 Regionen in 6 Ländern.

Im Rahmen von AlpLinkBioEco sollen hierzu die Wertschöpfungsketten der biobasierten Industrie im Alpenraum zunächst aufgezeigt und anschließend gewinnbringend miteinander verflochten werden. In einem ersten Schritt erfolgt der gemeinsame Aufbau einer überregionalen Datenbank zur Erfassung und detaillierten Beschreibung der relevanten Akteure der Branche. In einem nächsten Schritt sollen dann Mehrwerte aus dem hier gebündelten Wissen generiert werden, indem Wertschöpfungsketten komplettiert, erweitert und neu gedacht werden.
Der cross-sektorale Charakter der Bioökonomie begünstigt dabei die Wertschöpfung - vier verschiedene biobasierte Branchen werden ins Auge gefasst: Holzwirtschaft, Landwirtschaft, Verpackung und Biochemie.

Das notwendige Knowhow zum Aufbau der Datenbank und der Verknüpfung der Wertschöpfungsketten wird durch die im Projekt beteiligten Cluster-Initiativen und die darin vertretenen Kompetenzen gewährleistet. Zusammen mit den ebenfalls involvierten Innovationsintermediären können die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse in Industrie, Wissenschaft und Politik transportiert werden, um langfristig eine nachhaltige, biobasierte Industrie im Alpenraum zu schaffen.

Weitere Informationen zum Projekt „AlpLinkBioEco“ erhalten Sie hier.

S3-4AlpClusters

Das EU-INTERREG-Projekt "S3-4AlpClusters" zielt darauf ab, mit Hilfe von Clustern eine bessere Implementierung von S3 in den Alpen-Regionen zu ermöglichen. Dadurch soll ein nachhaltiges und integriertes Wachstum gefördert werden, welches zur Herausbildung einer kritischen Masse von wirtschaftlich tragfähigen Aktivitäten führt. Mehrere EU-Regionen haben in jüngster Vergangenheit solche Strategien als integralen Bestandteil ihrer regionalen Wirtschafts- und Innovationspolitik definiert. Allerdings existieren bislang kaum Erfahrungswerte, wie die S3 erfolgreich in Clustern implementiert werden können. Es gilt im Rahmen des Projektes geeignete Tools zu entwickeln, von denen KMUs am Ende bestmöglich profitieren können.

Das Ziel besteht folglich darin, die Rahmenbedingungen für Innovation, bedingt durch Cluster und KMU, zu verbessern sowie neue Arbeitsplätze und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Die Implementierung von S3 durch Cluster und Clusterorganisationen ist ein neuartiger Ansatz zur Innovationsförderung im Alpenraum. Transnationale Cluster-Kooperationen helfen dabei, eine kritische Masse von KMUs zu erzeugen und durch gemeinsame Aktivitäten neue Wertschöpfungsmöglichkeiten in relevanten Zukunftsfeldern des Alpenraumes zu erschließen. Zu den wichtigsten geplanten Outputs des Projektes zählen ein gemeinsamer transnationaler Cluster-Maßnahmenplan und eine S3-Stress-Test-Analyse von entwickelten und weniger entwickelten Regionen für Agenda-Setting, Strategieentwicklung und Implementierung. Darüber hinaus werden ein Entwurf für synchronisierte Förderansätze sowie ein S3-basiertes Innovationsmodell, welches an die regionalen Cluster angepasst ist, ausgearbeitet. Am Ende sollen so bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen durch ein praxiserprobtes Innovationsmodell mit entsprechenden Dienstleistungen geschaffen werden.

Das Projekt erhält von der Europäischen Union im Rahmen des Alpenraumprogramms eine Förderung (ERDF grant) in Höhe von 1,93 Mio Euro. Das Gesamtbudget des Projekts liegt bei 2,52

Mio Euro Mehr Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie hier.

DanuBioValNet

Im Rahmen des Interreg Donauprogramm Projekts „DanuBioValNet“ sollen neue, biobasierte Wertschöpfungsketten etabliert werden. Dazu haben 17 Partner aus dem Donauraum am 1. Januar 2017 eine überregionale Zusammenarbeit in der Bioökonomie gestartet. Treiber sind regionale Clusterorganisationen, die intensiv geschult werden, um die transnationale Vernetzung in der biobasierten Industrie anzustoßen.

Um möglichst viele Unternehmen über die sich neu bietenden Chancen im Rahmen einer Bioökonomie zu informieren, wurden insbesondere Cluster-Initiativen als zentrale Ansprechpartner für die Regionalentwicklung ausgewählt. Elf der 17 Partner des DanuBioValNet-Konsortiums sind Cluster-Initiativen, vier kommen aus Ministerien und zwei sind akademische Partner. Die Partner kommen aus zehn Ländern bzw. Regionen (Baden-Württemberg, Österreich, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Serbien und Montenegro).

Ziel des Projekts ist es unter anderem, neue Methoden und Werkzeuge zu entwickeln, wie Unternehmen transnational miteinander vernetzt werden können. Hierzu werden Clustermanager intensiv geschult, um anschließend die Industrie-Kooperationen zu organisieren und die Schaffung neuer Wertschöpfungsketten zu gewährleisten. Cluster katalysieren als nachhaltige Partner die Umsetzung der Erkenntnisse in Richtung Industrie, Wissenschaft und Politik. Langfristiges Ziel ist es, ein Netzwerk der biobasierten Industrie im Donauraum zu schaffen.

Mehr Infomationen zu diesem Projekt erhalten Sie hier.

 

 

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