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Zukunftscluster der zweiten Wettbewerbsrunde stehen fest

Am 11. und 12. 07 fand die Jurysitzung zur Auswahl der Zukunftscluster der zweiten Wettbewerbsrunde statt. Nun stehen die sieben neuen Gewinner fest. Ihr Ziel: große Innovationsthemen mutiger angehen und die erfolgversprechendsten Ideen aus der Spitzenforschung schneller in die Anwendung bringen.

Deutschlandkarte mit Clustern
Quelle: Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH

Seit dem Startschuss der zweiten Wettbewerbsrunde der Zukunftscluster-​Initiative im November 2020 mussten die Bewerber mehrere Schritte und Phasen, darunter eine geförderte Konzeptionsphase, durchlaufen und sich regelmäßig der hochrangigen und unabhängigen Expertenjury stellen. Der Auswahlprozess gipfelte in der Jury-​Auswahlsitzung der Zukunftscluster am 11. und 12. Juli 2022, bei der die Finalisten ihre Konzepte präsentierten. Anhand von Vorbewertungen sowie den Präsentationen hat die Jury eine Empfehlung ausgesprochen, welche Teilnehmer als Zukunftscluster weiter gefördert werden soll.

Basierend auf der Jury-​Empfehlung, verkündete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die sieben Zukunftscluster am 14. Juli 2022.

  • Der Zukunftscluster CNATM aus München verfolgt das Ziel, Medikamente und Impfstoffe auf RNA-​Basis zu entwickeln, die das Spektrum medikamentös therapierbarer Krankheiten erweitern. Solche RNA-​Wirkstoffe gelten als Arzneien der nächsten Generation, da sie auf die genetischen Merkmale des Menschen mit hoher Präzision eingehen. 

  • Ziel des im Rhein-​Main-Gebiet ansässigen Zukunftsclusters curATime ist es, maßgeschneiderte Behandlungsmethoden und Präventionskonzepte für Herz-​Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln. Da den meisten kardiovaskulären Erkrankungen eine sogenannte Atherothrombose zugrunde liegt, werden neuartige immunologische Verfahren mit einer KI (Künstliche Intelligenz)-​gestützten Biomarkerforschung kombiniert, die entzündliche Veränderungen der Blutgefäßwände frühzeitig identifizieren und bekämpfen.

  • Der Mainzer Zukunftscluster ETOS steht für die Etablierung eines interdisziplinären Innovationsnetzwerks, das sich mit der Elektrifizierung technisch relevanter Synthesen befasst, die zur Herstellung von Grund-​ und Feinchemikalien (Power-​to-Chemicals) in der chemisch-​pharmazeutischen Industrie benötigt werden. Das Ziel ist die Ermöglichung und Beschleunigung der Umstellung klassischer Produktionsverfahren hin zu einer modernen und zukunftsfähigen Industrie in Richtung CO₂-​Neutralität.

  • Ziel des baden-​württembergischen Zukunftsclusters nanodiag BW ist es, die Nanoporentechnologie, mit der zum Beispiel Proteine analysiert werden können, in innovative Produkte und Dienstleistungen der personalisierten Medizin zu überführen. Damit sollen Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Herz-​Kreislauf-, psychische, neurodegenerative und Infektionserkrankungen früher erkannt und gezielter behandelt werden.

  • Der Zukunftscluster QVLS-​iLabs zielt auf den Aufbau eines offenen Innovationsnetzwerks zu Quantentechnologien in der Region Hannover-​Braunschweig ab, das industrielle Anwendungen der Quantentechnologie, z. B. bei zukünftigen Quantencomputern, in den Blick nimmt. Dreh- und Angelpunkt sind die „Integration Labs“ (iLabs), in denen Industrie und Grundlagenforschung von der innovationstreibenden Enabling Technology über Demonstratoren bis hin zur Anwendungs-​ und Produktentwicklung zusammenarbeiten.

  • Ziel des Dresdener Zukunftsclusters SEMECO ist es, Systemlösungen für die Medizintechnik zu entwickeln, die Innovationszyklen zu beschleunigen und traditionelle medizinische Zulassungsprozesse durch Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) zu revolutionieren. Durch das Zusammenspiel von Messtechnik, Nachrichtentechnik und Informationsverarbeitung sollen etwa smarte medizinische Instrumente und Implantate schneller zur Marktreife gebracht werden.

  • Der Zukunftscluster ThWIC vereint die in der Region Jena vorhandenen Kompetenzen der wassertechnologischen Forschung mit daten-​ und sozialwissenschaftlichen Perspektiven, um neue Ansätze eines ganzheitlichen Wassermanagements (Analyse, Reinigung, Ressourcennutzung) zu entwickeln. Ziel ist, eine dauerhafte, sichere und bezahlbare Wasserversorgung zu ermöglichen.