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Die Technische Universität Berlin (TUB) hat das sogenannte Qualifikations-Review im Rahmen der Nanosatellitenmission S-NET erfolgreich durchgeführt

Das Deutsche Zentrum für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK) hat an der Expertensitzung in Berlin ebenfalls teilgenommen.

Weltraumprojekte unterliegen strengen Regularien. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Universitäten unterliegen diesen Vorgaben. Gemessen an diesen Regularien, setzt die TUB ihre Nanosatellitenmission S-NET auf höchst professioneller Ebene um. Bevor als nächster Schritt die Herstellung der Flugmodelle beginnen kann, müssen im Vorfeld alle Komponenten sowie Materialien auf ihre Weltraumtauglichkeit geprüft sowie alle relevanten Tests mit einem Prototypen durchgeführt worden sein. Diese Abnahme erfolgte im Rahmen des Qualifikations-Reviews, welches zur vollsten Zufriedenheit der in Berlin anwesenden Experten umgesetzt wurde.

"Bei der Entwicklung des Prototyps haben wir viele eigene technische Lösungen entwickeln müssen. Im nächsten Schritt sollen diese Lösungen nun auf die Flugmodelle übertragen werden," erklärt der Projektleiter Herr Dr. Zizung Yoon.

Das DeSK ist als Unterauftragnehmer in diese Nanosatellitenmission miteingebunden. Neben der Umsetzung von unterschiedlichen öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten, der Organisation von Messeauftritten und dem Modellnachbau der Mission im Rahmen von Schülerprojekten ist der Aufbau einer Bodenstation im DeSK-Showroom am Standort Backnang geplant. Dort können zusätzliche Zustandsdaten der Nanosatelliten abgerufen und unabhängig von der TUB analysiert werden. Außerdem sollen damit Nachwuchskräfte an die Betriebsweise von Satellitensystemen herangeführt werden und die Komplexität derartiger Systeme am Beispiel eines Echtzeit-Satellitenbetriebs erleben.

Deutsches Zentrum für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK)
Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Hochschulen aus dem Bereich der Satellitenkommunikation haben sich im Jahr 2008 im Deutschen Zentrum für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK) zusammengeschlossen. Ziel des DeSK ist es, die Mitglieder zur Erweiterung der Geschäftsbeziehungen zusammenzuführen sowie zu einem schlagkräftigen Netzwerk zu bündeln und dabei Synergien zu erzeugen. Außerdem werden gemeinsame Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung durchgeführt. Ferner obliegt dem DeSK der Betrieb eines Showrooms zum Thema 'Satellitenkommunikation'. Als Teil der Kompetenzzentren Initiative der Region Stuttgart wird das DeSK von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) gefördert.

Technische Universität Berlin (TUB) / Fachgebiet Raumfahrttechnik
Das Fachgebiet Raumfahrttechnik des Instituts für Luft- und Raumfahrt (ILR) nahm am 1. März 1963 mit dem Dienstantritt Prof. Eugen Sängers (†1964) seine Lehr- und Forschungstätigkeit auf. Es ist der erste deutsche Lehrstuhl der Raumfahrt. Das Ziel des Fachgebietes ist es, Systemingenieure für die Raumfahrt auszubilden und auf die heutigen Marktanforderungen vorzubereiten. Der Entwurf, die praktische Realisierung und der Betrieb von Kleinsatellitenmissionen mit Studenten stehen im Mittelpunkt der Lehre und Forschung. Damit soll die erfolgreiche Tradition des ILR, eigene Satelliten mit Studenten zu bauen und im Orbit zu betreiben (TUBSAT-Familie), fortgesetzt werden (BEESAT-Familie). Ebenso werden die Aktivitäten zum Bau und Start eigener Raketen (Aquarius-Gruppe) und die Durchführung von Experimenten auf Höhenforschungsraketen (TUPEX-Projekte) mit dem DECAN-Raketenprojekt im Rahmen des STERN-Programms des DLR weitergeführt. Neu hinzugekommen sind Arbeiten zur Entwicklung und Erprobung von planetaren Rovern im Labor (Weltraumrobotik) und der entsprechenden Missionsbetriebstechnik.