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TechnologyMountains: Rückblick auf Denkanstoß „KI statt K.O.“

Über die Chancen der immer relevanter werdenden Künstlichen Intelligenz (KI) für Arbeit und Industrie, aber auch den Alltag aller, informierte die Veranstaltung „KI statt K.O.“ aus der Reihe „Denkanstöße“ am 14. März 2024. Er wurde gemeinsam von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, TechnologyMountains e. V. und dem Schwarzwälder Boten ausgerichtet.

Ein Mann mit einer VR-Brille auf der Bühne
Quelle: TechnologyMountains e.V.

Die 320 Besucherinnen und Besucher erlebten mit den Hauptreferenten, in einem Kurzworkshop und einer Podiumsdiskussion die Perspektiven der Technologie von Heute und Morgen.

„Das dürfen wir nicht verpassen“: So dürfte das Fazit lauten, das nicht nur die zahlreichen Gäste zur Veranstaltung in der Pulverfabrik lockte. Und so lautete auch der Tenor der Vortragenden, die den Abend informativ-unterhaltsam bestritten. Die begrüßenden Worte von IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos steckten bereits das Spielfeld der Veranstaltung ab: „Wir befinden uns in spannenden Zeiten, in denen KI immer mehr zum Teil des Alltags wird“ – sie könne helfen, Kosten zu senken, Arbeit viel effizienter zu gestalten und echte Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Wie das praktisch aussieht, das macht nicht nur das neue KI-Kompass-Programm der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit vielen Praxisangeboten sichtbar: So holte Moderatorin Nadine Buschhaus (Agentur Sprecherhaus) mit Dr. Eldar Sultanow einen ausgewiesenen Kenner des Themas auf die Bühne.

Sultanow zeigt, dass der Alltag schon massiv von KI geprägt wird und prognostiziert: „Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass Menschen dereinst sogar mit KIs emotionale Beziehungen eingehen werden“. Er zeigte sich unterm Strich überzeugt davon, dass KI die Welt zu einem besseren Ort machen werde.

Und diese Auffassung teilte er mit dem zweiten Keynote-Speaker des Abends, Collin Croome: Noch sei Künstliche Intelligenz vergleichsweise schwach, er gehe jedoch davon aus, dass nur noch wenige Jahre vergehen werden, bis sie die gleichen kognitiven Fähigkeiten erreicht haben werde, wie sie der Mensch aufweise. Wir stehen erst am Anfang“, so Croome, der als große Vision auch die Möglichkeiten des Metaverse zitierte, das jetzt schon leistungsstark die Art und Weise verändern könne, wie Arbeit ausgestaltet werde. Virtuelle Realität oder Augmented Reality (etwa Daten-unterstützte Realität), seien in der Lage, Arbeit und Alltag auf revolutionäre Art zu fast schon spielerisch leichten Aufgaben zu verändern. „KI ist nicht Zukunft, KI ist jetzt“, so sein Fazit.

Wie treffend diese Beschreibung ist, das präsentierte Marvin Liedmeyer (Tobit Software) in einem Kurzworkshop in der Pause des Abends, dem gut zwei Drittel der Gäste gespannt folgten: Liedmeyer präsentierte die praktische Anwendung von KI am Beispiel der Erstellung einer Website und ihrer Inhalte und gab praktische Tipps für die erfolgreiche Nutzung mit auf den Weg.

Im abschließenden Diskussionspanel wurden den Gästen die Herausforderungen, vor der Deutschland bei der Einführung von KI steht, aufgezeigt. KI-Unternehmer Dr. Günther Mökesch adressierte den reaktiven Umgang von Unternehmen mit dem Thema KI und dem verpassten Anschluss Deutschlands sowie bürokratische staatliche Probleme. „Wir haben hier viel innerhalb der alten Technologie aufgebaut, bei der neuen sind wir nicht mehr vorne dabei“, so sein Fazit.

Collin Croome unterstrich die Rolle des Mindsets, wenn es um KI gehe: So werde das Thema unweigerlich kommen, man müsse die daraus entstehenden Vorteile aktiv nutzen.

Wege zur leichteren Einführung von KI in Unternehmen präsentierte in der Runde die KI-Kommunikatorin des Stuttgarter Fraunhofer IAO: Sie führt sogenannte KI Studios für Unternehmen durch, zeigt ihnen an praktischen Beispielen, wie KI schon jetzt Prozesse und Arbeit effizienter machen kann, weist aber auch auf die potenziellen Risiken hinsichtlich Datenmissbrauch hin.

Als weitere ausbaubare Handlungsfelder für den Einsatz von KI wurden die Psychotherapie-Behandlung und das Bildungssystem diskutiert.


Quelle: Clusterplattform Deutschland